Kontinuität

Die Kontinuität von sozialen Handlungen erhält die soziale Wirklichkeit aufrecht.

WirklichkeitsBeispiel Die Wirklichkeit einer Person könnte zum Beispiel an einem Tag so aussehen. Bestimmte Aktivitäten nehmen einen bestimmten Zeitraum und eine bestimmte Häufigkeit ein.

Die Wirklichkeit einer Person an einem Tag.

Handlungen, Aktivitäten, Interaktionen kann man objektiv erfassen. Je nachdem, was man davon erfasst, ergibt sich ein Bild der Wirklichkeit.

Die linke Abbildung zeigt die Wirklichkeit eines Menschen, der an einem Tag sehr viele Handlungen ausgeführt hat, die ihn seiner Rolle als Vater bestätigen. Aber er war auch arbeiten, hat Fußball gespielt, musiziert und sich weitergebildet. Doch allein die Frequenz, also wie häufig er etwas getan hat, reicht noch nicht, um die Dichte zu bestimmen:

Verschiedene Aktivitäten und Handlungen können viel intensiver sein, als andere. So kann es sein, dass das Fußballspielen viel mehr Auswirkungen auf den Verlauf des Tages gehabt hat, weil es anstrengender war oder fordernder, als z.B. der Weiterbildungskurs, den diese Person besucht hat.

Formel
Kontinuität setzt sich aus Frequenz und Intensität zusammen. Ist die Frequenz von Handlungen sehr hoch, aber deren Intensität niedrig, ist die Kontinuität auf einem mittleren Niveau. Kontinuität ist eine hauptsächlich objektiv bestimmbare Variable. Sie bildet das Fundament für das Konstrukt der Wirklichkeitsdichte. Prinzipiell kann man sagen: Je höher die Kontinuität von sozialen Handlungen, desto dichter die Wirklichkeit, die sie konstituieren.

Allerdings dürfen subjektive Faktoren für eine Methode, die soziale Wirklichkeit misst, nicht fehlen. Daher ist für die Bestimmung von Dichte ein weiteres Konstrukt sehr wichtig: Die Konsistenz.

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